Lewwerworschdbrode am Ungeheuersee
Gerhard Wagenblatt führt uns auf dem Ganerbenweg zu den Lewwerworschdbrode am Ungeheuersee.
Datum:
26.04.2026 10:00 - 16:00 Uhr
Ort:
Bad Dürkheim
Zielgruppen:
Jeder
Kategorie:
Wandern
Referent/Leitung:
Gerhard Wagenblatt 0176 / 4599 2728
Veranstalter:
Schwarzwaldverein Pfalz - Weitsicht
E-Mail:
Treffpunkt:
Wanderparkplatz Lindemannsruhe, Lindemannsruhe 1 (Peterskopf)
Körperliche Anforderung:
Mittel
Kilometer Wegstrecke:
11
Höhenmeter:
210 auf, 210 ab
Beschreibung
GANERBENWEG; Eine schwarze Axt auf gelbem Grund kennzeichnet die vom Dt. Wanderinstitut im August 2019 als Premiumrundwanderweg ausgezeichnete Tour durch Teile des namensgebenden Forstreviers Ganerben.
Schlussrast: Lindemannsruhe
Auf dem Ganerbenweg ist viel Vergangenheit erhalten geblieben, darunter alte Grenzsteine, sagenumwobene Felsformationen und der mit 36m höchste der vielen zu Ehren Bismarcks errichteten Türme in Rheinland-Pfalz, dessen Aussichtsplattform die Dt. Weinstraße, das Rheintal und die grüne Weite des Pfälzerwaldes zu Füßen liegen.
Der Wanderparkplatz Lindemannsruhe ist Start-, Mittel- und Endpunkt des Ganerbenwegs. Er führt über naturbelassene Waldwege, mithin über schmale Pfade zuerst grob nach Norden vorbei am Kanapée, der Suppenschüssel und dem Krumholzerstuhl zur Pfälzerwaldvereinhütte am mystischen Ungeheuersee und danach, auf einem Abschnitt streckengleich mit dem Fernwanderweg Pfälzer Weinsteig, zurück in die Nähe der Lindemannsruhe, um von dort in einem zweiten Bogen im Süden der Lindemannsruhe den Heidenfels, den Geiersbrunnen und den Bismarckturm zu erschließen.
Eine Ganerbschaft war nach altdeutschem Erbrecht das gemeinsame Familienvermögen, vorwiegend Grundbesitz, über das die Erben nur gemeinsam verfügen konnten. „Gan“ bedeutete im Althochdeutschen „gemein(sam)“.Der Begriff „ganerbe“ wurde bereits von Wolfram von Eschenbach in seinem Versroman Parzival um 1200 verwendet. Die Rechtsform der „Ganerbschaft“ scheint aber noch weiter zurückzugehen. Tatsächlich historisch belegbare Ganerbschaften gibt es ab dem 13. Jahrhundert, ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Burg Eltz an der Mosel.
Der Waldbesitz der Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Freinsheim (außer Erpolzheim) wurde zusammen mit dem Wald der Stadt Bad Dürkheim und dem der Leininger Schulwaldstiftung von Grünstadt im Jahr 2007 zum Forstrevier Ganerben zusammengefasst. Die ca. 2.400ha Waldfläche werden seitdem gemeinsam durch den Forstverband Ganerben bewirtschaftet.
Der Ganerbenweg wurde mit finanzieller Unterstützung durch die Europäische Union und das Land, vertreten durch die ELER-Verwaltungsbehörde „Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz“ realisiert.
Karte zeigt: Treffpunkt